TECHNOLOGIEAUSFLUG

 

Die entscheidenden Kleinigkeiten, oder: der Unterschied zwischen Brille und Brille

 

 Es lebe der Unterschied!

Zum Beispiel: Scharniere:

Früher war das Scharnier durch das ständige Hin- und Herbewegen der wunde Punkt einer jeden Brille. Ausgeleierte Bügel oder gar der Verlust der Schräubchen waren die Folgen. Heute gibt es ausgetüftelte Lösungen für dieses Problem: das gangregulierte Scharnier (siehe Bild oben), aufwendige Federscharniere oder das innovative Kugellager-Scharnier (siehe Bild unten).

Allgemein sind Kugellager bekannt als vielseitige und äußerst präzise Problemlöser für jede Art von beweglichen Teilen  - insbesondere in der Fahrzeugtechnik. Doch nie zuvor wurde bei der Herstellung von Brillen und hier bei Brillenscharnieren ein Kugellager eingesetzt. Jetzt ist es möglich!

Das Kunststoff-Scharnier:

 


Zum Beispiel: die Nasenauflage: 

Fast jeder Brillenträger kennt das Problem: die zweidimensional beweglichen Kunststoffteile, Pads genannt, auf denen die Brille auf der Nase aufsitzt, verursachen sehr leicht Druckstellen. Schließlich gleicht keine Nase der anderen. Zeitaufwendige Anpassungsprozeduren beim Optiker waren notwendig, um das Problem einzudämmen. Eine aktuelle Innovation schafft heutzutage Abhilfe: auch horizontal bewegliche Nasenauflagen, die Comfort-Pads, die sich jeder Nasenform automatisch anpassen. 

 


Zum Beispiel: Bügelenden:

Auch kleinste Details bedürfen der höchsten Präzision!

 


Zum Beispiel: Brillengläser: 

Die oberen 3 und die unteren 3 durchgeschnittenen Gläser haben die gleichen Brillenglaswerte. Moderne Technologien und unterschiedlichste Materialien versetzen uns heute in die Lage, ästhetische Brillengläser mit hervorragenden Abbildungseigenschaften zu Ihrem Vorteil einzusetzen.

 


Zum Beispiel: Sonnengläser:  

Beim Sonnenschutz für Ihre Augen sollten Sie kein Auge zudrücken!        

Genau wie die Haut reagieren auch Ihre Augen äußerst empfindlich auf die Einwirkung von UV-Strahlen - unangenehme Fältchen sind da noch die harmloseste Folge.

Ihre Haut cremen Sie sorgfältig ein, wenn Sie sie der Sonne aussetzen. Jeder Zentimeter soll perfekt vor den unangenehmen Folgen eines Sonnenbrandes geschützt werden. Und wie sieht's mit Ihren Augen aus?

Im Gegensatz zur Haut werden die Augen beim Thema Sonnenschutz gern vergessen. Und das, obwohl die Augen ununterbrochen der starken UV-Strahlung ausgesetzt sind. Nicht nur am Strand, beim Bergwandern oder Skifahren, sondern überhaupt und immer. Schlechte Sonnenschutzgläser bzw. ein völliger Verzicht auf eine Sonnenbrille werden  - anders als bei der Haut -  nicht sofort sichtbar. Die Augen stecken erst mal ordentlich ein, bevor sie über Brennen, Jucken oder sogar Augenerkrankungen (z.B. Bindehautentzündung) zu erkennen geben, dass sie übermäßig strapaziert und geschädigt wurden. Auch bei der altersbedingten Makula-Degeneration geht man davon aus, dass UV-Licht den Prozess beschleunigt. Doch soweit muss es nicht kommen!

Persönlichkeitsentfaltung sollte anders aussehen!

Beugen Sie Fältchen und unangenehmen Folgen für Ihre Augen vor und genießen Sie die positive Wirkung von Sonne und Licht mit der richtigen Sonnenbrille.

Deshalb nur das beste für Ihre Augen: Sonnenschutzgläser von Brillen & Kontaktlinsen Tilli.

Es ist der besondere Respekt vor Ihren Augen, der die Sonnenschutzgläser vom kompetenten Augenoptiker so unvergleichlich macht. Die herausragende Qualität in Verbindung mit langjähriger Erfahrung garantiert Ihnen sicheren Schutz vor UV-Strahlung und somit extremen Durchblick in jeder Lage. Blendungen, die zu Kontrastverlusten führen, können individuell vermieden werden.

 

Für jede Herausforderung das perfekte Glas:

  Von wegen "Brillengläser sind langweilig" - mit den uni, verlaufend oder bicolor gefärbten Kunststoff-Sonnengläsern kommt Farbe in's Spiel: graublau, grau oder z.B. Pioneer (ein attraktiver graugrüner Farbton). Alle diese Brillenglaskunststoffe bieten 85% Lichtreduktion, 100% UV-Schutz und darüber hinaus einen hohen Tragekomfort. Diese Bicolor- und Uni-Brillengläser ergänzen jeden Mode- und Make-Up-Trend; die Verlauffarben sind optimal für Situationen, in denen sich die Lichtverhältnisse beim Blickwechsel von oben nach unten ändern (z.B. beim Autofahren). Spezielle Filter in den Gläsern führen zur Kontrastverstärkung, ideal beim Sport oder zum Autofahren.

 

"Blueblocker" - ein extremes Glas für extreme Situationen:

Je extremer die UV-Strahlung, umso größer die Ansprüche an den Sonnenschutz. Mit "Blueblocker" wurde in Kooperation mit Profi-Sportfliegern ein Sonnenschutz-Glas entwickelt, das für Extremsituationen gemacht wurde. Durch eine gewollte Reduktion des Blauanteiles im Sonnenlicht wird der Kontrast enorm gesteigert - was vor allem auch Brillenträger begeistern wird. Selbst gleißende oder ganz diffuse Lichtsituationen meistern diese Gläser auf beeindruckende Art und Weise und sorgen so für klaren und kontrastreichen Durchblick!

Insbesondere für Auto- und Motorradfahrer ist "Blueblocker" der verlässliche Partner für die Augen. Darüber hinaus machen die hohe Bruchfestigkeit und das geringe Gewicht "Blueblocker" fast unentbehrlich für alle Outdoor-Sportarten wie z.B. Segeln, Golf oder Surfen. Erhältlich ist "Blueblocker" in einem modernen Braunton.

 


Zum Beispiel: Brillenfassungen:

Moderne Werkstoffe für gutes Sehen und Aussehen :

 

Acetat:

Acetat - das ist der Werkstoff, der in der Brillenmode oftmals unterschätzt wird, obwohl er in der Branche allgemein schon seit langem mehr als etabliert ist. Die Wenigsten wissen wohl, dass es sich bei Acetat um eine Naturfaser   - sprich Baumwolle -  handelt. Richtig, Acetat besteht zum größten Teil aus reiner Baumwolle. Daher haben Acetat-Brillen besonders angenehme Trageeigenschaften. Ein weiterer Vorteil: Die riesige Auswahl an Formen, Farben und Effekten, die man mit diesem Material herstellen kann. Doch wie kommt die Baumwolle in die Brille? Die Herstellung von Cellulose-Acetat basiert auf einem relativ einfachen Prinzip, das unendlich viele Varianten zulässt.

Im ersten Arbeitsgang wird weißes Baumwollpulver mit Alkohol und Aceton stundenlang zu einem homogenen Teig gerührt. Unreinheiten werden herausgefiltert, bevor man in Rotationsbehältern nach bestimmten Rezepturen die Farben beimengt. Dann wird der Teig mit erwärmten Zylindern zu Platten gewalzt, die aufeinander gelegt und mit Druck und Wärme zu Blocken gepresst werden. Nun beginnt die kreative Arbeit - eine ausgeklügelte Folge von Arbeitsschritten, die zum gewünschten Muster führt. Aus den Blöcken werden Platten verschiedenster Stärke geschnitten. Farbige Platten werden übereinander gelegt und mit Druck und Wärme gepresst. So entsteht ein neuer Block, der bereits ein bestimmtes Muster hat; er wird geschnitten - senkrecht und schräg. Dieser Vorgang wird bis hin zum gewünschten Muster wiederholt.

Alternativ dazu kann man transparentes Acetat mit Farbeinlagen versehen. Hierbei wird das Lackdesign in die ausgefrästen Vertiefungen eingelegt und anschließend aufwendig versiegelt. So kann das Farbdesign einzigartig gestaltet werden und sich von herkömmlichen Farbtechniken abheben.

Diese Farbeinlegetechniken wurden über Jahre entwickelt und sind einzigartig. Aufwendige Handarbeit, akkurate Handfärbung, sowie die präzise Bearbeitung der Oberflächenqualität sind notwendig, um die Acetat-Brille auf Jahre abriebfest und lichtecht zu fertigen.

 

 

Titan:

Der  - theoretisch -  ideale Brillenwerkstoff Titan wird seit 1983 auch als Fassungswerkstoff verarbeitet. Titan ist absolut korrosionssicher, aber noch schwieriger in der Fertigung als Edelstahl.

Bereits beim Erschmelzen des Rohtitans ist durch exakte Mischung mit Sauerstoff eine hervorragende Möglichkeit gegeben, die Eigenschaften des Titans gezielt zu variieren. Je nach Größe der Sauerstoffzumischung kann der Werkstoff von spröde nach leichter verformbar eingestellt werden.

Als Brillenfassungswerkstoff wird Titan unter Sauerstoffausschluss mit Argon als Schutzgas verarbeitet. Die Oxidschicht bildet sich auf dem Metall sehr rasch und kann bis zur Zerstörung des Werkstoffs gehen. Außerdem ist die Oxidschicht sehr hart und würde bei der Bearbeitung mechanische Probleme nach sich ziehen. Die Härte der Oxidschicht ist eine Art "Glashärte".

Die Verbindungstechnik der Titanteile ist das Löten, wobei Hochfrequenzlöten und Ofenlöten stets unter Schutzgasatmosphäre stattfinden. Das Lot enthält als Hauptbestandteil Titan und ist nickelfrei.

Die Titanfassung kann im Hochvakuum beschichtet werden; die erste Schicht ist dabei Reingold in der Stärke von 1 µm.

Die Entwicklung eines Galvanikverfahrens steht noch am Anfang. Zur Zeit wird das Spatter-Verfahren favorisiert, da es keine Säure benötigt und eine hauchdünne, aber hochfeste lackähnliche Schicht produziert.

Eine weitere Besonderheit stellt die "Memory"-Legierung Nickel-Titan dar, bekannt auch als Flex-Titan. Legiert man 50,8% Nickel mit 49,2% Titan, so behält die Legierung ihre Urform. Sie lässt sich extrem stark verformen und federt superelastisch  wieder in ihre Ausgangsform zurück.

Ferner wird Titan in Form von Titanoxid mit seinen vielfältigen Farbvarianten und Strukturen als Dekorelement verwendet.

 

 

Beta-Titan:

Beta-Titan - die Optimierung des bislang weit verbreiteten reinen Titans und deshalb um ein Vielfaches hochwertiger.

Durch Zulegierung von insgesamt ca. 25% Aluminium und Vanadium verfügt es über grundlegend verbesserte Eigenschaften.

Beta-Titan - extrem zugfest, besonders flexibel, super elastisch und überdies selbstverständlich 100% allergiefrei.

 

 

Genium: das Material für eine neue Dimension:

Das neu Hochleistungsmetall Genium schafft neue Design-Dimensionen. Ultraleicht, super-elastisch und absolut antiallergen revolutioniert Genium die Welt der Brillen. Mit dem neuen High-Tech-Material wurde ein Werkstoff entwickelt, der den höchsten Ansprüchen genügt und eine Fülle von positiven Materialeigenschaften in sich vereint. Lange wurde nach gesundheitsverträglichen Materialien gesucht. Während eine Vielzahl von Brillenträgern auf Metalle wie Nickel, Silber, Edelstahl und Titan-Legierungen allergisch reagiert, verhält sich Genium selbst bei Hyperallergikern absolut neutral und löst keinerlei Intoleranzreaktionen aus.

Das renommierte Fraunhofer Institut hat Genium einer intensiven Untersuchung unterzogen und dem Material eine hervorragende Biokompatibilität attestiert. Biokompatibilität bedeutet, dass das Material keinerlei nachweisbare Wechselwirkung mit lebenden Zellen hat, d.h. Genium ist äußerst hautfreundlich und selbst bei hochsensiblen Allergikern konnten in tagelangen Trageversuchen keine Reizungen und Hautirritationen festgestellt werden. Ca. 10% der Erwachsenen in Deutschland neigen zu einer Kontaktallergie. Im Zeitalter der durch Umwelteinflüsse immer weiter anwachsenden Allergieneigung unserer Gesellschaft bietet diese Neuentwicklung große Hoffnung.

Der fast unsichtbare und für den Brillenträger kaum noch zu spürende Werkstoff garantiert einen einzigartigen Tragekomfort. Gleichzeitig ist Genium hochelastisch und extrem widerstandsfähig.

Das Geheimnis von Genium liegt nicht nur in seiner Zusammensetzung, sondern auch in seiner Herstellung. Dieses High-Tech-Material wird thermisch und mechanisch bearbeitet und mit Diamantwerkzeugen "gezogen". Die aus dem sogenannten "Memory-Effekt" sowie den hervorragenden Federeigenschaften von Genium resultierende Formstabilität überzeugt ebenso wie die extrem glatte Oberfläche bzw. Oberflächendichte und -härte, die optimale Korrosionsbeständigkeit und höchste Langlebigkeit garantiert. Die gleichbleibende Materialgüte von Genium wird durch strengste Qualitätskontrollen nach DIN EN ISO 9001 garantiert.

 

 


 

 

Zum Beispiel: Linsenformen:

 

 

   Achromatische Linse                       Aplanatische Linse

 Asphaerische Linse M-Kreis          Asphaerische Linse O-Kreis

 Bikonkave Linse                             Bikonvexe Linse

Diese Linsenarten finden in der Instrumentenoptik und bei Lupen Anwendung.

Hiermit werden unschöne Farbsäume vermieden und bei hohen Vergrößerungen Unschärfen ausgeschaltet.